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Gut sortiert

In der „Welt“ vom 15.02.2020

Hans-Joachim Müller:

‹Es ist bei den vielen Anstrengungen sicherlich nicht ganz gerecht. Aber man kann sich schon auf die Hallen 2 und 3 konzentrieren. Baumgarten aus Freiburg mit hölzern-stählernen Kleinplastiken von Franz Bernhard und starken Bildern aus seinem Cornelius-Völker-Sortiment. Ein monumentales Frühstücksei aus der Malküche der Karin Kneffel bei Friese aus Berlin (95.000 Euro). Die gekonnt zwischen Landschaft und Farbatmosphäre schwebenden Malereien des jungen David Stegmann (Galerie K, Staufen). Der „kleine römische Brief“ von Gerhard Hoehme aus dem Jahr 1960, den Döbele aus Mannheim offeriert. Das verdüsterte Ernst-Wilhelm-Nay-Bild „Paar am Sund“ (1938) am gleichen Stand (183.000 Euro). Die Wiederbegegnung mit Horst Antes und HAP Grieshaber bei Schlichtenmaier. Das späte Blumenstillleben (1942) der Gabriele Münter, das man bei Michael Nöth entdeckt (120.000 Euro). Die zarten Drahtgespinste der Monika Schmidt bei Claeys oder der Auftritt der konzeptuell gescheiten Fotokünstlerin Annette Kelm bei Johann König, dem seine erste Geschäftsreise von Berlin nach Karlsruhe sichtlich Spaß macht.›